Goldpreis – Inflationsängste könnten einen neuen Aufwärtstrend auslösen

In Krisenzeiten gilt Gold bei vielen Anlegern immer noch als „sicherer Hafen“. So konnte in Folge der durch die Bank Lehman Brothers ausgelöste Finanzkrise ab 2008 und auch nach Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang 2020 ein regelrechter Run auf das Edelmetall verzeichnet werden. Über de.collected.reviews können Testberichte zu seriösen Goldhändlern aufgerufen werden. Bei Vermögenswerte Erfahrungen kann man auch mehr zu den preis-bestimmenden Faktoren von Gold und anderen Anlageformen nachlesen.

Aber auch in Zeiten steigender Inflation wählen viele Gold als Anlageform, um den Wertverfall des eigenen Vermögens zu verhindern.

Inflationsrate zuletzt um 3,8 % gestiegen

Da aktuell durch die Corona-Hilfspakete eine regelrechte Geldschwemme besteht, geht bei vielen Anlegern abermals das Inflationsgespenst um. Nicht ganz zu Unrecht. Im Juli betrug die Inflationsrate in Deutschland 3,8 %. Das ist der höchste Wert seit 13 Jahren. Verantwortlich dafür ist zum einen der Mehrwertsteuer-Effekt.

Die Bundesregierung hatte Sätze für die Mehrwertsteuer im zweiten Halbjahr 2020 zum Teil gesenkt, um die Wirtschaft und die Verbraucher in der Corona-Krise finanziell zu entlasten und den Konsum anzukurbeln. Trotz der Senkung der Mehrwertsteuer hatten jedoch viele Dienstleister wie zum Beispiel Gastwirte ihre Preise erhöht. Zum anderen ist der Anstieg der Benzinpreise mitverantwortlich für die jüngsten Preissteigerungen. Durch den Anstieg der Benzinpreise werden Fracht- und Transportkosten teurer. Die Mehrkosten werden letztlich auf die Warenpreise aufgeschlagen.

Goldpreis hat zuletzt wieder angezogen

Musste für eine Feinunze Gold Ende Juni noch rund 1.480 € bezahlt werden, sind es jetzt bereits 1.528 € die für eine Feinunze auf den Tisch gelegt werden müssen. Das entspricht einer Wertsteigerung von 3,2 % in nur einem Monat. Davor gab es eine länger andauernde Seitwärtsphase beim Goldpreis. Der jüngste Anstieg wird daher von vielen als Startschuss zu einem neuen Aufwärtstrend gesehen. Sollte es sich beim Anstieg der Teuerungsrate nicht nur um einen einmaligen Effekt aufgrund des Resets der Wirtschaft handeln, sondern ein Inflationstrend manifestieren, könnte das zu einem neuen regelrechten Run auf das Edelmetall führen, was den Preis in neue Rekordhöhen treiben könnte.

Möglichkeiten in Gold zu investieren

Gold physisch zu kaufen hat seine Vor- und Nachteile. Der physische Kauf ist in der Regel mit zusätzlichen Kosten verbunden. So wird der Händler in aller Regel einen Aufschlag verlangen, der ihm als Marge dient, genauso wie er beim Verkauf einen Abschlag einkalkuliert. Darüber hinaus ist es aus Sicherheitsgründen nicht empfehlenswert Gold zu Hause zu lagern. Ab einer bestimmten Größenordnung müssen Kosten für ein Bankschließfach oder einem professionellen Verwahrer einkalkuliert werden. Der Handel mit physischem Gold ist daher auch für Anleger eher unpraktisch.

Wer von der Entwicklung des Goldpreises profitieren möchte, ohne das Edelmetall selbst zu kaufen hat dafür mehrere Möglichkeiten. Da wären beispielsweise Gold ETFs, in Deutschland ETCs genannt, da ETFs regelmäßig mehrere Assets halten müssen. Hier können Anleger zum Beispiel in den Xetra Gold investieren, der die Einzahlungen der Anleger mit dem physischen Kauf von Gold unterlegt und somit die Entwicklung des Goldpreises abbildet.

Die Anteile können kostenlos erworben werden. Die Total Expense Ratio (Gesamtkostenrate beträgt 0,00 %). Der Xetra Gold verfügte zuletzt über ein Anlagevolumen von knapp 12 Milliarden Euro.

Neben den ETFs können auch Goldzertifikate, Optionen oder CFDs erworben werden. Binäre Optionen sind dagegen nicht mehr handelbar. Bei Optionen, CFDs und Zertifikaten handelt es sich um Spekulationsinstrumente, mit denen Anleger durch die ihnen innewohnenden Hebel für den gleichen Geldeinsatz eine wesentlich höhere Rendite erzielen können. Umgekehrt besteht auch ein höheres Risiko mehr Geld zu verlieren bis hin zum Totalverlust.