Verbot von Ölheizungen: Was Sie jetzt wissen müssen  

Österreichweit finden sich 600.000 Ölheizungen in den Haushalten. Viele der alten Heizgeräte sind schon mehr als 20 Jahre im Einsatz und wahre Umweltsünder. Die Bundesregierung hat den Ölheizungen mit dem aktuellen Regierungsprogramm ein Ende gesetzt. Für den Ausstieg aus der fossilen Wärmegewinnung gibt es einen Plan, der mehrere Stufen beinhaltet.

Wann muss die alte Heizung raus?

Bis 2050 sieht die Regierung vor, einen möglichst klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Die erste Maßnahme: Seit 2020 dürfen gesetzlich keine Ölheizungen mehr in Neubauten in Betrieb genommen werden. Denn sind die Ölheizungen einmal in Betrieb genommen, dürfen sie bis zu 30 Jahre lang auch genutzt werden.

Auf Seite 110 des Regierungsprogramms sind die Schritte für das Verbot der Ölheizung festgehalten: 

  1. 2020: Verbot der Inbetriebnahme von Ölheizungen im Neubau
  2. 2021: Verbot von Ölheizungen bei Heizungstausch
  3. 2025: Austausch von Ölkesseln, die länger als 25 Jahre in Betrieb sind
  4. 2035: Austausch der restlichen Ölheizungen

Warum sollen Ölheizungen verboten werden?

Schon über 70 Jahre werden Ölheizungen in Österreich eingesetzt. Mit ihnen lässt sich Wärme und Warmwasser für das ganze Haus bereitstellen. Besonders 1950er-Jahren war das Heizen mit einem Ölkessel gefragt. Denn günstige Rohstoffpreise sorgten dafür, dass die alte Kohleheizung durch das Heizen mit Öl abgelöst wurde. Vor allem auf dem Land, wo Gasanschlüsse knapp waren, sind die Ölheizungen vielfach eingesetzt worden.

Doch es gibt ein großes Problem: Denn Öl ist – im Vergleich mit allen anderen Heizalternativen – die Heizung mit dem höchsten CO2-Ausstoß. Im Zuge des bereits beschlossenen Klimapakets wurde die Ölheizung deshalb zum Gegner des Klimas erkoren und soll deshalb schon in 30 Jahren der Vergangenheit angehören.

Mittlerweile haben sich immer mehr nachhaltigere Heizalternativen etabliert. Um diesen Prozess zu beschleunigen, sieht die Bundesregierung staatliche Förderungen beim Tausch der alten Ölheizung durch ein ressourcenschonendes Heizsystem vor.

Wer seine Ölheizung austauscht, wird staatlich gefördert

Der Ausstieg von Ölheizungen soll – unabhängig von der Region und dem Alter des Heizkessels – finanziell gefördert werden. Sobald Sie also von dem Verbot der Ölheizung betroffen sind, erhalten Sie bei einem Wechsel von der vorhandenen Heizung auf eine klimafreundliche Alternative, wie zum Beispiel Pellets, hohe Zuschüsse. Diese fallen je nach Bundesland und Investitionskosten unterschiedlich hoch aus und werden durch den Bund oder Gemeinden finanziert.

Alternative Heizsysteme – womit wird in Zukunft geheizt?

Welches CO2-freundliche Heizsystem für Sie infrage kommt, ist von verschiedensten Faktoren abhängig. In der Regel bietet sich für den Austausch einer Ölheizung aber das Heizen mit Pellets an. Ob bei einem Neubau oder in älteren Bestandsgebäuden: Eine Pelletheizung ist umweltfreundlich und schont auf lange Sicht auch das Portemonnaie. Heizen Sie aktuell mit Öl, kann der alte Heizkessel einfach durch ein Pellet-System ausgetauscht werden. Der bereits vorhandene Platz eignet sich ideal für das neue Pelletslager.

Auch Solaranlagen lassen sich in den meisten Fällen sehr einfach ins Energiesystem einbinden. Mit einer Kombination aus Pelletheizung sowie Photovoltaik können Sie noch energieeffizienter heizen und nachhaltig sparen.

Ölheizung austauschen & profitieren

  • Heizkosten sparen: Moderne Heizsysteme mit Brennwert arbeiten in der Regel effizienter und verbrauchen dementsprechend weniger Brennstoff. Je weniger Energie verbraucht wird, desto mehr können Sie sparen. Auch bei vergleichsweise hohen Investitionskosten (die vielfach gefördert werden) können Sie über einen längeren Zeitraum dementsprechend Kosten reduzieren.
  • Umwelt schützen: Öl gehört zu den fossilen Brennstoffen. Im Vergleich mit anderen Heizungsarten ist die Ölheizung diejenige, mit dem größten CO2-Fußabdruck. Eine modernes und klimaschonendes Heizsystem bedient sich nicht an Brennstoffen, die für hohe CO2-Emissionen sorgen, sondern greift auf nachhaltige Ressourcen zurück. Die Pelletheizung beispielsweise heizt mit Holzresten, die bei der Waldarbeit entstehen und nicht anders verwertet werden können.
  • Immobilienwert erhöhen: Moderne Heizsysteme steigern die Energieeffizienz einer Immobilie wesentlich. Damit steigt auch der Wert der Immobilie an sich. Das macht den Tausch einer alten Ölheizung ebenfalls attraktiver.
  • Komfort steigern: Neue Heizanlagen sorgen für einen höheren Heizkomfort. So wird das Pelletslager beispielsweise automatisch reguliert. Gesteuert wird die moderne Anlage beispielsweise individuell oder über ein Smart Home System.

Jetzt mit dem Austausch der Heizung starten

Für die meisten Besitzer einer Ölheizung klingt das Verbot dieser Heizmethode erst einmal aufwendig und nach neuen Kosten. Doch mit dem Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und dem Umstieg auf erneuerbare Energien lassen sich neben den Klimazielen auch wirtschaftliche Vorteile realisieren. Alternative Heizsysteme, wie etwa moderne Holzheizungen oder Solaranlagen sind ökologisch wertvoll und arbeiten gleichzeitig wesentlich effizienter als die alten Ölkessel. Energieeffizienz und niedrige laufende Kosten sprechen ebenfalls klar für einen Wechsel.

Die Investitionskosten bei der Anschaffung einer neuen Heizungsanlage amortisieren sich häufig schon nach wenigen Jahren. Besonders, wenn Sie frühzeitig umsteigen und die Förderungen von Bund und Ländern nutzen.

Nicht nur bei Neubauten schrumpfen die Investitionskosten damit wesentlich. Auch bei der thermischen Sanierung von Ein- und Mehrfamilienhäusern können Sie zusätzliche Förderungen erhalten.

Alten Ölkessel gegen effiziente Pelletheizung tauschen

Wenn Sie langfristig umweltschonend heizen möchten, greifen Sie am besten zu einem Pelletkessel. Mit Holzpellets aus der Region kann beim Verbrenn-Prozess effizient Wärme und Warmwasser für das ganze Haus bereitgestellt werden. Den vorhandenen Platz des alten Heizkessels können Sie für die Lagerung der Pellets schnell und durch Experten umbauen lassen. Bis zu 45 Prozent der Investitionskosten können dabei durch Förderungen gedeckt werden.

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