Fahrradversicherung in Österreich: Was ist damit versichert?

Wer viel mit dem Fahrrad unterwegs ist, der kennt auch das Risiko, dass das Rad gestohlen wird. Mit einem hochwertigen Fahrradschloss kann man einem solchen Diebstahl zwar entgegenwirken, doch im Falle eines Falles schützt vor allem bei einem teuren Rad eine Fahrradversicherung vor einem Totalverlust durch Diebstahl. Lesen Sie hier alles, was Sie rund um die Fahrradversicherung wissen müssen.

Was versichert die Fahrradversicherung?

Bei einer Fahrradversicherung handelt es sich in erster Linie um eine Diebstahlsversicherung. Fahrraddiebstahl stellt in Österreich vor allem in den großen Städten ein erhebliches Problem dar und vor allem die Eigentümer teurer Fahrräder haben bei einem Fahrraddiebstahl einen hohen finanziellen Verlust zu beklagen.

Die Wiederbeschaffung des Fahrrades oder die Aufklärung des Diebstahls haben hingegen eher kleine Chancen, denn es wurden beispielsweise im Jahr 2015 weniger als 5 % aller Fahrraddiebstähle aufgeklärt. Über 95 % der gestohlenen Räder waren also dauerhaft auf Nimmerwiedersehen verschwunden.

Eine Fahrradversicherung bietet hier einen guten Schutz, um  bei teuren Fahrrädern keinen großen finanziellen Verluste zu erleiden.

Hinweis

Hinweis: Laut einer Statistik des Bundesministeriums für Inneres wurden im Jahr 2016 in Österreich mehr als 17.000 Fahrräder gestohlen.
Die meisten davon, fast 9000, wurden in Wien gestohlen. Die Anzahl der Diebstähle pro 1000 Einwohner liegt jedoch in Bregenz mit 15,5 besonders hoch, während es vergleichsweise in Wien nur 5 Fahrraddiebstähle pro 1000 Einwohner gab. Eine Fahrradversicherung lohnt sich bei der Anzahl der gestohlenen Fahrräder aber auf jeden Fall.

Welche anderen Versicherungen sind im Zusammenhang mit dem Fahrrad empfehlenswert?

Wer viel mit dem Fahrrad unterwegs ist, bewegt sich damit meist unweigerlich auch im Straßenverkehr. Dabei kann es durchaus zu Unfällen kommen, bei denen durch den Radfahrer ein Schaden verursacht werden kann.

Anders als für ein Kraftfahrzeug wie ein Auto, ein Moped oder ein Motorrad ist für ein Fahrrad jedoch keine gesetzliche Haftpflichtversicherung vorgeschrieben.
Doch auch mit dem Fahrrad kann es beispielsweise schnell passieren, dass man einen Schlenker machen muss, um jemandem auszuweichen und dabei beispielsweise ein parkendes Auto oder noch schlimmer einen Fußgänger oder einen anderen Radfahrer touchiert. Vor allem wenn es dabei zu Personenschäden kommt, kann dies zu hohen Schadenersatz- und Schmerzensgeldforderungen führen. Wer sich gegen solche Schäden absichern möchte, der sollte eine umfassende Privathaftpflichtversicherung abschließen, die auch für solche Schäden aufkommt.

Worauf sollte man beim Abschluss einer Fahrradversicherung achten?

Wie bei allen anderen Versicherungen auch, sollte vor dem Abschluss einer Fahrradversicherung ein gründlicher Vergleich der Angebote durchgeführt werden.
Es sollte beispielsweise immer darauf geachtet werden, ob das Fahrrad nur gegen Diebstahl oder auch gegen folgende Schäden versichert ist

  • Raub
  • Teilediebstahl
  • Vandalismus
  • Einbruchdiebstahl

Desweiteren sollte man beachten, ob er der Schutz nur national, europaweit oder weltweit gilt. Wer sein teures Fahrrad regelmäßig mit in den Urlaub nimmt, der sollte beispielsweise auf einen internationalen Schutz achten.

Ebenfalls in Betracht ziehen sollte man, ob der Versicherer eine Pannenhilfe vor Ort oder einen Rücktransport des Fahrrades anbietet.
Anhand dieser Leistungen kann man sich je nach individuellem Bedarf das beste Angebot in der Fahrradversicherung selbst zusammenstellen.